Dez 02 2010

Effiziente Ölheizungen in Kombination mit Solar

tmw | Kategorie: Aktuelles | 1 Kommentar

domainEine Ölheizung kann – insbesondere dann, wenn sie mit Brennwerttechnik funktioniert – sehr effizient und kostengünstig arbeiten. Trotzdem wird aufgrund der zunehmenden Verknappung fossiler Energieträger sowie der Problematik der Versorgungsprobleme aufgrund geopolitischer Schwierigkeiten Heizöl mittelfristig sehr viel teurer werden.

Die steigenden Ölpreise zwingen den Verbraucher dazu, über Sparmaßnahmen nachzudenken. Eine sehr günstige Lösung ist die Kombination der Ölheizung mit Solarthermie, denn so kann nicht nur der Heizölverbrauch drastisch gesenkt werden, sondern man trägt auch aktiv zum Umweltschutz bei. Etwa ein Viertel der bei ausschließlichem Heizen mit einer Ölheizung anfallenden Heizkosten lassen sich durch eine zusätzliche Solarthermie Anlage einsparen. Eine Solarthermieanlage kann bis zu 60 % des Jahresbedarfs an Warmwasser decken, im Sommer sind es meist 100 %, daher ist eine Solarthermieanlage besonders empfehlenswert und effizient.

Okt 15 2010

Heizkosten mit einem Kaminofen senken

tmw | Kategorie: Aktuelles | 1 Kommentar

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Was ist ein wasserführender Kaminofen?

Wasserführender Kaminofen? Der Name mag im ersten Moment widersprüchlich klingen. Dabei ist diese Technik gerade jetzt sehr in Mode. Immer mehr Menschen lassen sich einen solchen Kaminofen installieren, da er besonders zukunftsweisend und Umweltschonend ist. Und nebenbei lassen sich noch die Heizkosten senken. Aber was genau steckt hinter diesem Namen?

Der wasserführende Kaminofen ist ein geschlossenes System Heizsystem, bei dem kaltes Wasser aus dem Rücklauf der Heizung in den Kaminofen gepumpt wird und sich dabei erwärmt. Entweder fliest es durch die doppelten Seitenwände oder besondere Wassertaschen Aufsätze. Nachdem das Wasser aufgeheizt wurde wird es über das Heizungssystem in die anderen Wohnräume in die Heizkörper gepumpt, wo es dann zu einer Entlastung – beispielsweise einer Zentralheizung – kommt. Bis zu 70% der Energie des Kaminofens können auf diese Weise an die Heizung abgegeben werden, die übrigen 30% an die Luft.

Technisch gesehen ist der wasserführende Kaminofen eine selbstständige Heizung. Besonders positiv ist vor allem, dass die Leitung sowohl von Frischluft als auch von Rauchgas bei dieser Ofenform optimiert ist. Diese Kaminart fällt in die Kategorie Feststoffkessel, allerdings mit dem äußeren Erscheinungsbildes des traditionellen Kamins.

Kaminofen kann auch mit Pellets beheizt werden

Auf dem Markt gibt es mittlerweile auch Varianten die mit Pellets befeuert werden können, wodurch der Ofen automatisch oder halbautomatisch betrieben werden kann. In diesem Fall benötigt man eine Förderschnecke, einen Saugmechanismus (jeweils vollautomatisch) oder aber einen ausreichenden Vorratsspeicher (halbautomatisch, muss regelmäßig aufgefüllt werden). Hierbei stellen sich Pellets als idealer Brennstoff heraus, weil sie energieintensiv sind und sich darüber hinaus leichter in den Kessel tranportieren lassen.

Vor Kaminofenkauf den Bezirksschonsteinfeger befragen

Bevor Sie sich einen wasserführenden Kaminofen einbauen lassen, sollten Sie unbedingt mit dem Bezirksschornsteinfeger Kontakt aufnehmen. Er wird Ihnen erzählen können, ob bei Ihnen zu Hause die Installation einer solchen Ofenanlage möglich ist. Darüber hinaus ist es wirklich wichtig, dass geprüft wird, ob Ihre vorhandene Heizungsanlage eine Anschlussmöglichkeit hat, um den Kaminofen mit dem System zu verbinden.

In der Regel erreichen wasserführende Kaminöfen eine kW-Leistungsspanne zwischen 8kW und 10kW. Das hängt wiederum davon ab, für welches Model Sie sich entscheiden. Die Auswahl auf dem Markt ist bereits sehr groß, Tendenz steigend.

Moderner Kaminofen

Der große Vorteil eines solchen Ofens ist in jedem Fall, dass damit auch andere Räume beheizt werden können. Andere Kamine beheizen lediglich den Raum, in dem der Ofen auch wirklich aufgebaut ist. Des Weiteren ist die Verwendung von Holz als Brennstoff sehr ökologisch, da die CO2 Bilanz ausgeglichen ist; deshalb sind die Emissionswerte bei einem wasserführenden Kaminofen meistens auch deutlich niedriger als die gesetzlich festgesetzten Grenzwerte. Sofern nur zugelassenes Holz verfeuert wird, halten sich die übrigen Schadstoffe auch in Grenzen.

Okt 13 2010

Energiesparhäuser: Finanzierung und Förderung

123-energiesparen | Kategorie: Aktuelles | 0 Kommentare

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Öko-Bilanz im Auge haben

Bauherren oder Immobilienkäufer, die von Anfang an auch die ökologische Bilanz im Auge haben, können nicht nur später Geld sparen, sondern schon bei der Finanzierung. Die Zahl der Bauherren, die ein energie- und umweltbewusstes Baukonzept wählen, steigt ständig. Dabei werden besonders Bauvorhaben gefördert, bei denen Klimaschutz und Energiesparen beachtet werden und als wesentliche Aspekte in die Planung einfließen.

Energiesparhäuser lohnen sich

Bei einem Neubau lohnt sich daher die Entscheidung für ein Energiesparhaus. Hier gibt es vielfältige und zielgerichtete Förderprogramme. Unter einem Energiesparhaus versteht man ein Wohngebäude, das im Vergleich zu einem Durchschnittsgebäude deutlich weniger Energie für Warmwasserversorgung und Heizung benötigt. Entsprechend energieeffiziente Bauprojekte werden von der Bundesregierung nicht nur gefördert, sondern auch durch die im Jahr 2002 in Kraft getretene Energiesparverordnung vorgeschrieben. Diese legt Mindeststandards fest. Darüber hinausgehende Bauprojekte werden natürlich auch unterstützt.

Baukonzepte für Energiesparhäuser

Bekannte Baukonzepte für Energiesparhäuser sind das Niedrigenergie-, das Passiv-, das Drei-Liter- und das Nullenergiehaus. Bestimmte Messwertergebnisse und Leistungsanforderungen bezüglich Transmissionswärme, Energieeffizienz sowie Lüftung und Kühlung sind mit diesen Konzepten verbunden. Im Hinblick auf die Finanzierung und die möglichen Förderungen für ein Energiesparhaus ist es sinnvoll, sich ausführlich zu informieren und beraten zu lassen, welche Finanzprodukte und Förderprogramme infrage kommen.

Bausparvertrag ist günstig

Ein Bausparvertrag ist meist günstig bei der Finanzierung über eine Bank, denn hier werden in der Regel spezielle Kreditmöglichkeiten angeboten. Bei der Finanzierung über einen Baukredit oder ein Hypothekendarlehen sollte vorher die Höhe des Zinssatzes beobachtet werden und auch sinnvolle Bedingungen hinsichtlich der Zinsbindung ausgehandelt werden. Bei diesen Finanzierungsformen wird außerdem ein Grundbucheintrag vorgenommen.

Bauherren sollten auch die passende Bank auswählen, die entsprechende Finanzierungs- und Förderprogramme anbietet.

KfW kompetenter Partner

Die staatliche KfW Privatkundenbank erweist sich hier oft als interessanter und kompetenter Partner. Die Förderprogramme wurden 2009 noch ausgeweitet und es stehen zahlreiche Angebote zur Finanzierung energiesparender Bauvorhaben und Nutzung von alternativen und erneuerbaren Energieformen zur Verfügung. Die Förderungen können sowohl Privatpersonen als auch zukünftige Vermieter beanspruchen.

Für den Neubau eines Energiesparhauses bietet das Förderprogramm 153 der KfW-Bank interessante Konditionen. Unter bestimmten Voraussetzungen können bis zu 100 Prozent der Baukosten oder maximal 50.000 Euro pro Wohneinheit gedeckt werden. Der Förderkredit beinhaltet außerdem bis zu zehn Prozent Tilgungszuschuss zur Kreditsumme in Abhängigkeit vom erreichten Effizienzhaus-Standard, einen effektiven Jahreszins von 2,88 Prozent bei zehnjähriger Zinsbindungsfrist sowie kostenfreie Sondertilgungen.

Förderprogramme werden auch für die energieeffiziente Sanierung von Immobilien bereitgestellt.

Das richtige Energiesparhaus finden: Hausbau-Konfigurator

Jul 05 2010

Strohpellets – nicht nur für die Heimtierpflege

Walter Brosche | Kategorie: Aktuelles | 0 Kommentare

Nicht nur die heimischen Kleintiere werden mit Stroh trocken gehalten, sondern auch so manches Haus warm. Auf der Suche nach Alternativen zu immer teurer werdenden Holzbrennstoffen (weiter Infos unter: http://www.heizungsratgeber.info/Holzheizung)  wurde das Stroh, als halmgutartige Biomasse, für die direkte Verbrennung entdeckt. Die nur wenigen Zentimeter langen Strohpellets dürfen in Anlagen mit einer Feuerungswärmeleistung zwischen 15 und 100kW verheizt werden. Größere Anlagen bedürfen einer Genehmigung und müssen strenge Grenzwerte erfüllen. Für Kleinfeuerungsanlagen bis 15kW, welche meist in Einfamilienhäusern zum Einsatz kommen, ist eine Verbrennung seitens des Gesetzes nicht erlaubt.

Herstellung
Um Strohpellets mit einem Durchmesser von etwa einem Zentimeter herzustellen, wird das Stroh fein gehäckselt und wie Holzpellets gepresst. Um die Bindigkeit zu erhöhen, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Zum einen kann Wasser zugesetzt werden, wobei darauf geachtet werde sollte, dass der Feuchtigkeitsgehalt nicht zu groß ist, um eine etwaige Gärung oder mögliche Schimmelbildung zu verhindern. Zum anderen können stärkehaltige Substanzen wie Stärke, Melasse oder Öle zugemischt werden. Auch das Mischen mit besonders harzhaltigem Holz trägt zur Bindefähigkeit bei. Allerdings kann mit dem bisherigen Vorgehen und den Techniken dennoch keine solche Festigkeit erreicht werden, dass ein unversehrter Einlagerungs- und Transportprozess gewährleistet ist.

Verbrennung
Eine saubere Verbrennung ist mit Strohpellets schwierig zu erreichen. Sie schneiden bei den Abgaswerten deutlich schlechter ab als Holzpellets. Der Grund sind die unterschiedlichen Inhaltsstoffe und das unterschiedliche Ascheerweichungsverhalten der Halmgüter. Die hier vermehrt enthaltenen chemischen Stoffe Kalium, Chlorid und Schwefel (oder deren Verbrennungsprodukte) finden sich in den Rauchgasen wieder.

Nachteile
Zum einen können Strohpellets nicht in normalen Pelletöfen oder Pelletheizungen (mehr Infos dazu unter: http://www.heizungsratgeber.info/Pelletheizung) verfeuert werden, sondern benötigen spezielle Heizungsanlagen. Zum anderen sorgen die enthaltenen Inhaltsstoffe neben der Verschlechterung der Abgaswerte noch für weitere Nachteile:
Bei der sogenannten Ascheerweichung entstehen Schlackerückstände, welche nicht nur den Betrieb der Anlage und damit den Verbrennungsvorgang (und folglich auch die Emissionen) negativ beeinflussen, sondern sich sogar in den Rohren festsetzen und diese schädigen können. Dafür verantwortlich ist, die aufgrund des hohen Kaliumgehaltes, bereits bei normalen Abbrandtemperaturen erweichende Strohasche. Erhöhen kann man diesen Ascheerweichungspunkt entweder durch das Beimischen von Kalkmehl oder durch spezielle Anlagen, welche luft- oder wassergekühlte Roste besitzen und zudem über eine leistungsstarke Entaschung verfügen. Außerdem führen das enthaltene Kalium und Chlorid (welche durch die Düngemittel angereichert werden) zu einer verstärkten Korrosion. Um diesen Nachteil zu verringern, wird empfohlen das Stroh vor dem Einholen geraume Zeit liegen und mittels Tau und Regen auswaschen zu lassen. Wichtig ist hierbei den Zeitpunkt so abzupassen, dass das Stroh nicht zu nass oder gar beschädigt ist, dass eine Einlagerung noch möglich ist. Auch möglich ist eine sogenannte Rücklaufanhebung der Heizung. Dabei wird die Temperatur des Heißwasserrücklaufs auf über 55 Grad Celsius erhöht, um so die Bildung von Wasserdampf, welcher für den Korrosionsprozess nötig ist, zu senken. Der Grenzwert von 150 mg Staub pro Nm3 kann nur schwer eingehalten werden.

Vorteile
Von Vorteil ist die aufgrund der geringen Größe und hohen Schüttdichte gute Lagerfähigkeit. Auch müssen keine speziellen Schutzmaßnahmen bei der Lagerung eingehalten werden. Weiterhin bestehen Strohpellets aus schnell wachsenden Getreidesorten oder Getreideabfällen. Damit sind sie in großen Mengen verfügbar und das ohne in die Nahrungsmittelindustrie einzugreifen. Preislich liegen Strohpellets unter Öl und Gas und einige Lieferanten garantieren sogar mit Preisstabilität. Und das bei einem Energieverhältnis Strohpellets zu Öl von 2:1 (d.h. 1 Tonne Strohpellets haben denselben Heizwert wie 500l Heizöl).

Walter Brosche

http://www.heizungsratgeber.info/

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