Mrz 16 2011

Atomunfall in Japan und die deutsche Energiepolitik

123-energiesparen | Kategorie: Aktuelles, Atomenergie, Politik | 0 Kommentare

Bürgerferne Energiepolitik schlägt zurück

Ende Oktober hatte ich in diesem Blog über die Atompolitik der Bundesregierung geschrieben. Mich hatte damals geärgert, dass die Regierung in einem demokratischen Land, Politik für einige wenige Energiekonzerne durchsetzt, obwohl die Mehrheit der Bevölkerung diese politischen Entscheidungen für falsch hält. Frau Merkel und Co. fuhren einen Kurs der verbrannten Erde, und wie ich heute sehe, kann man dies auch wörtlich nehmen.

Das Energiekonzept

Dieses angebliche Energiekonzept dient nur der Maximierung der Gewinne weniger Energieversorger. „Geld vor Sicherheit“ ist wohl die Parole, die Politik und Energiewirtschaft ausgegeben haben. Egal, was die Menschen in Deutschland denken.

Politik vorbei an den eigenen Wählern

Es ging sogar soweit, dass die Interessen der eigenen Wähler völlig ignoriert wurden. Eine von Greenpeace im Oktober 2010 in Auftrag gegebene repräsentative Meinungsumfrage zeigte ein klares Aus für die Restlaufzeitverlängerung an. Demnach fände es sogar eine Mehrheit von 56 Prozent der CDU-Wähler falsch, wenn die Restlaufzeiten von bestehenden Atomkraftwerken in Deutschland über das Jahr 2021 hinaus verlängert würden, bei allen Befragten sind es 72 Prozent. Klarer kann der Volkswille in einer Demokratie nicht ausfallen.

Risiken und Auswirkungen in Bild und Ton

Die Risiken konnte sich kein Mensch vorstellen. Sicher gab es kleine Probleme in deutschen Atomkraftwerken, aber man nahm sie nicht richtig wahr. Die Bilder aus Japan erinnern mich an Katastrophenfilme aus Hollywood und die explodierenden Reaktorblöcke sind so unglaublich, dass ich mir oft sagen musste, dass ist kein Film, sondern die Realität ist.

Das Kind und der Soldat mit dem Geigerzähler

Zwei Dinge haben mich in den letzten Tagen sehr bewegt. Das eine war der Satz eines Wissenschaftlers, der über das Unglück in Tschernobyl sprach und sagte: „Die Gegend in der verbotenen Zone wird wohl in den nächsten 20.000 bis 30.000 Jahren nicht bewohnbar sein…“ und das Zweite das mich stark bewegte hat, ist das Foto von dem kleinen Jungen oder Mädchen das die Arme hochhält und mit einem Geigerzähler von einem Soldaten in Schutzkleidung auf Radioaktivität überprüft wird.

Es ist Zeit

Jetzt ist der Punkt gekommen, um einen Schritt zurückzutreten und unser modernes Leben zu überprüfen. Ist es wirklich notwendig für Gewinnmaximierung unseren Planeten unbewohnbar zumachen? Ist es wirklich nötig für billigen Strom unsere Kinder zu opfern? Müssen wir, um immer mobil sein zu können, unser Klima vergiften? Ich denke es ist Zeit, einen Schritt zurückzutreten.

Sep 30 2010

Atomkraft in Deutschland behindert erneuerbare Energien

123-energiesparen | Kategorie: Aktuelles, Atomenergie | 0 Kommentare

Atomkraft in Deutschland behindert erneuerbare Energien

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Und der alte Atomreaktor läuft und läuft und …

Das Thema Erneuerbare Energien hat in Deutschland eine ganz neue Bedeutung gewonnen, seit die Bundesregierung mit den großen Energiekonzernen (Vattenfall, RWE, EnBW und E.on) einen Vertrag über die Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke schloss: „Die Laufzeit der Kernkraftwerke in Deutschland wird durchschnittlich um 12 Jahre verlängert. Bei Kernkraftwerken mit Beginn des Leistungsbetriebes bis einschließlich 1980, wird die Laufzeit um 8 Jahre verlängert, bei den jüngeren um 14 Jahre“.

Kritik an der Entscheidung

Die Hauptaussage des 39 Seiten füllenden Entwurfs des Energiekonzepts sorgt innerhalb der Bundesregierung für rege Auseinandersetzungen. Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) spricht sich für die Laufzeitverlängerung aus, Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) hingegen kritisiert die Entscheidung über die Zukunft der Atomkraftwerke und fordert eine Absegnung des Konzepts durch den Bundesrat. Röttgen gibt an, nicht an dem Vertrag der Regierung mit den Konzernen mitgewirkt zu haben, obwohl er der zuständige Fachminister bei Atomkraftfragen in Deutschland ist. „Ohne eine Zustimmung der Länder wird die Chance vertan, das Energiekonzept auf eine breite Basis zu stellen“. Mit diesen Worten wendet sich auch Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) gegen die Entscheidung.

Weitere Informationen unter:  Thema Erneuerbare Energien

Sep 06 2010

Wirtschaftskrise und kein Klimawandel

123-energiesparen | Kategorie: Aktuelles, Klima, Politik | 0 Kommentare

In der Wirtschaftskrise gibt es keinen Klimawandel

Es gab Zeiten, da flossen Milliarden an Staatsgeldern in den Klimaschutz. Es war fast so, als wäre der Klimaschutz zum Anliegen Nummer eins geworden. Ob sich das nun rentiert hat oder nicht, bleibt dahingestellt. Fakt ist, die Staatskassen sind leer, die Neuverschuldung steigt unaufhaltsam an und es bleiben immer mehr Staatsanliegen auf der Strecke. So eben auch der Klimaschutz.

Unter der deutschen Politik leiden Bürger, Wirtschaft, Staat und Klimaschutz

Viele Firmen wandern ins Ausland ab, große Arbeitgeber, wie Quelle beispielsweise, müssen schließen und stürzen somit eine ganze Region in eine Katastrophe. Doch nicht nur an fehlender Gewerbesteuer und Umsatzsteuer können die Löcher in den Haushaltskassen festgemacht werden, es liegt vor allem auch an mangelndem Wirtschaftssinn der verantwortlichen Politiker. In der freien Wirtschaft wäre vieles von dem, was in der Politik verzapft wird, unmöglich. Doch das eigentlich Fatale an dem mangelnden Verantwortungsbewusstsein unserer Politiker ist doch, dass nicht nur der Bürger, die Wirtschaft und der Staat darunter zu leiden haben, sondern vor allem auch den Klimaschutz.
Und dies ist ein Thema, mit dem besonders verantwortungsbewusst umgegangen werden sollte, da wir in punkto Klimaschutz auch unseren Kindern, Enkeln und Urenkeln das entsprechende Erbe hinterlassen werden.

Wirtschaftskrise verdrängt Klimaschutz

Mit zunehmender Wirtschaftskrise geriet nun auch das Thema Klimawandel immer mehr in den Hintergrund. Es wurde zwar nach wie vor viel drüber debattiert, aber es kamen keine wirkungsvollen Lösungen mehr zu den akuten Problemen, weil kein Geld mehr vorhanden war. Da könnte wieder die Frage nach einer Art Klimaabgabe der großen Konzerne aufgegriffen werden, vielleicht wäre das eine Möglichkeit, einen Teil zum Klimaschutz beizutragen, ohne die Staatskasse zu belasten.

Klimaschutz die wichtigste Aufgabe

Letzten Endes sollte doch aber der Klimaschutz so breitgefächert aktiv betrieben werden, dass es nicht unbedingt von der wirtschaftlichen Lage oder von dem Füllstand der Staatskasse abhängt, wie viel nun aktiv in Sachen Klimaschutz geleistet werden kann.

 

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