Jun 27 2012

Die Vorteile gut gedämmter Fenster

Stefan | Kategorie: Energieeffizienz | 0 Kommentare

Über Jahrhunderte hinweg mussten die meisten Menschen ohne Fenster in ihren Häusern auskommen. Wo es doch welche gab, entstand ein enormer Wärmeverlust, der nur durch erhöhte Heizkosten ausgeglichen werden konnte. Bis ins 19. Jahrhundert hinein konnten sich nur wohlhabende Menschen große Fenster leisten. Den ersten Beitrag zur Wärmedämmung bildeten die zu dieser Zeit aufkommenden Kastenfenster, wie sie noch immer in vielen Altbauwohnungen zu finden sind. Vom Prinzip her handelte es sich einfach um zwei unabhängige, hintereinander gesetzte Fenster. Später kamen die ähnlich konzipierten, aber mit einander verzahnten Verbundfenster auf. Der Wärmeverlust nahm zwar ab, es ergab sich nun aber das Problem beschlagener Scheiben bei Kälte oder Feuchtigkeit.

Revolutionierung der Wärmedämmung

Der Durchbruch der Wärmedämmung erfolgte Mitte des 20. Jahrhunderts mit der Einführung von Mehrscheibenisolierglas, bei dem der Zwischenraum zwischen den Scheiben hermetisch abgedichtet ist. Mit dem Erwachen eines stärkeren Bewusstseins für die Gefahren der globalen Erwärmung und steigenden Preisen für Brennstoffe wie Öl und Gas kam es dann in den letzten 20 Jahren zu einer Revolutionierung der Wärmedämmung, die noch immer fortschreitet. Neben verbesserten Dämmeigenschaften bei den Scheiben (Dreifachverglasung, zusätzliche Beschichtungen und Folien) wurde insbesondere die Schwachstelle Fensterrahmen angegangen. Moderne Mehrkammersysteme mit bis zu sieben Wärmekammern ermöglichen inzwischen einen vier- bis zehnmal geringeren Wärmeverlust als Einfachverglasungen. Selbst die erste Generation von Wärmedämmfenstern mit Doppelverglasung hatte noch einen doppelt bis dreifach so hohen Wärmeverlust wie aktuelle Fenster.

Hohe Dämmwerte können unabhängig vom Material bei allen Fenstern erreicht werden. Da sich jedoch manche Materialien besser zur Wärmedämmung eignen als andere (etwa Holz gegenüber Aluminium), können die Preise recht unterschiedlich ausfallen. Man sollte also im Vorfeld bereits die Preise für verschiedene Fensterarten vergleichen. Um die Materialeigenschaften optimal zu nutzen, werden mitunter auch Hybridfenster hergestellt, etwa Holz-Aluminium- oder Kunststoff-Aluminium-Fenster. Unabhängig davon lohnt es sich aber in jedem Fall, gut gedämmte Fenster einzubauen. Die Mehrkosten für einen besseren Dämmwert amortisieren sich durch die geringeren Heizkosten. Immerhin werden Fenster in der Regel nur alle paar Jahrzehnte ausgetauscht.

Jun 25 2012

Schulfach Nachhaltigkeit?

Umweltenergieblog.de | Kategorie: Aktuelles, Energieeffizienz, Nachhaltigkeit, Politik, Umweltschutz | 0 Kommentare

Mensch verändert Ökosysteme und das Klima

In Zeiten von Klimaänderung und Ressourcen-Ausbeutung nimmt die Bedeutung der Nachhaltigkeit stetig zu. Der Mensch verändert die Erde und damit seine Lebensgrundlage in großem Maße. Die nicht nachhaltige Nutzung von natürlichen Ressourcen und steigende CO2-Emmissionen haben die Ökosysteme und das Klima bereits negativ beeinflusst und dieser Trend setzt sich immer weiter fort.

Nachhaltigkeit muss man erlernen

Viele Menschen haben jedoch den Ernst der Lage noch nicht begriffen. Es muss ein Bewusstsein für Nachhaltigkeit und somit den langfristigen Erhalt der Umwelt geschaffen werden. In diesem Rahmen könnte es durchaus sinnvoll sein ein Schulfach Nachhaltigkeit einzuführen.

Nachhaltigkeit – Strategien gegen den Trend der Zerstörung

Kinder könnten so von klein auf ein Bewusstsein dafür entwickeln wie wichtig der Erhalt der Umwelt für ihre und die nachfolgenden Generationen ist. Gleichzeitig könnten sie lernen wie der Mensch die Umwelt mit seinem Verhalten verändert und vielerorts zerstört. Sie könnten zudem Strategien gegen diesen Trend kennen lernen oder sogar selbst entwickeln.

Nur funktionierende Umwelt sichert Überleben

Momentan beschäftigen sich vor allem am Umweltschutz interessierte Menschen mit dem Thema Nachhaltigkeit. Doch dieses Thema geht jeden etwas an, schließlich hängt das Leben und Überleben der Menschen dieser und aller nachfolgenden Generationen von einer gesunden und funktionierenden Umwelt ab. Nur wenn ein grundsätzliches Umdenken bei allen Menschen stattfindet und die Bedeutung der Nachhaltigkeit erkannt wird, kann dem heutigen Trend der Umweltzerstörung entgegengewirkt werden.

Schulfach Nachhaltigkeit ist eine Diskussion wert

Ein Schulfach Nachhaltigkeit könnte einen wichtigen Beitrag leisten, in dem den zukünftigen Generationen die Wichtigkeit des Themas schon in der Schule nähergebracht wird. Möglicherweise könnte damit erreicht werden, dass sich mehr Menschen mit dem Thema auseinandersetzen und sich für den Erhalt einer lebenswerten Umwelt einsetzten.

Jun 22 2012

Haben sich die Jahreszeiten verschoben?

Umweltenergieblog.de | Kategorie: Aktuelles, Klima | 0 Kommentare

Klimaveränderungen und Klimakatastrophen sind ein aktuelles Thema. Berichte über Hochwasser, Hitzewellen oder Hurrikane nehmen zu. Der Mensch beeinflusst durch sein Verhalten das Klima bedeutend.


Jahreszeiten verschieben sich

Klimadaten belegen, dass sich auch die Jahreszeiten verschieben. Der Frühling fängt in Europa bereits sechs bis acht Tage früher an als noch vor 35 Jahren. Der Herbst dagegen endet später. Das Winterende in Europa wird tendenziell milder und feuchter. Außerdem wird es immer häufiger zu sommerlichen Hitzeperioden kommen. Die Temperaturunterschiede zwischen Sommer und Winter werden geringer.


Klimawandel als Ursache

Der Klimawandel wir als Ursache für die Verschiebung gesehen. Die Veränderungen der Jahreszeiten und des Klimas haben vielfältige Auswirkungen auf die Umwelt. Bäume fangen früher an zu blühen, Tiere und Pflanzen siedeln in andere Lebensräume um. Heute sind bereits mediterrane Doraden in der Nordsee zu finden und Ebereschen wachsen in Südtirol hunderte Meter über ihrer bisherigen Wachstumsgrenze. In Mitteleuropa wird eine Bedrohung vieler heimischer Pflanzenarten erwartet. Die zunehmende Trockenheit würde in Ländern wie Portugal, Spanien und Frankreich zu einem bedeutenden Rückgang der Reptilien und Amphibien führen. Gletscher und die Polregionen schmelzen zunehmend. Eine Verschiebung der Jahreszeiten hat zudem auf Zugvögel große Auswirkungen. Diese fliegen im Winter teilweise nicht mehr in wärmere Länder oder fliegen in andere Länder, wo es mittlerweile warm genug ist.


Klimamodelle geben nur Prognose ab

Außerdem nimmt die Anzahl extremer Wetterereignisse zu. In Europa wurden bereits zwei Hurrikane beobachtet, was bislang für unmöglich gehalten wurde. Die Veränderung der Umwelt durch Änderungen des Klimas sind bislang kaum abzuschätzen. Auch Klimamodelle können nur eine Prognose geben. Somit ist es umso wichtiger etwas gegen die Klimaänderungen zu tun.

Jun 20 2012

Insektenhotel kaufen oder selber bauen?

Umweltenergieblog.de | Kategorie: Aktuelles, Tiere | 0 Kommentare


Was ist ein Insektenhotel?

 

Ein Insektenhotel ist ein vom Menschen geschaffener Nist- und Überwinterungsplatz für Insekten. Viele nützliche Insekten wie Marienkäfer, Schwebfliegen oder Wildbienen haben heutzutage Probleme geeignete Nist- und Überwinterungsplätze zu finden. Grund hierfür ist vor allem der Ordnungssinn im Garten. Gartenabfälle wie Laub und Totholz werden entsorgt und somit potentielle Lebensräume vieler Insekten vernichtet. Ein Insektenhotel kann dem entgegenwirken und ist gleichzeitig ein schönes Gartenaccessoire.

Lockt nützliche Insekten an

Nützliche Insekten im Garten haben zudem den Vorteil, dass sie schädliche Insekten bekämpfen und zum Teil Obstbäume und andere Pflanzen bestäuben und so für eine reiche Ernte sorgen.

Varianten von Insektenhotels

Es gibt die verschiedensten Arten von Insektenhotels. Sie variieren in Größe und Ausstattung und können sowohl selbst gebaut als auch vorgefertigt gekauft werden. Ein selbst gebautes Insektenhotel hat den Vorteil, dass es individuell gestaltet und an die Umgebung angepasst werden kann. Jedoch sind etwas handwerkliches Geschick und Kenntnisse über den Aufbau eines Insektenhotels nötig, damit dieses von den Insekten angenommen wird. Insektenhotels haben häufig einen hausartigen Aufbau, sind mehrstöckig und haben eine Dachkonstruktion. Alle Insektenhotels haben gemeinsam, dass sie überwiegend aus Naturmaterialien wie Holz, Bambus, Schilf, Torf, Lehm und Stroh bestehen. Ergänzt werden die Naturmaterialien durch Lochziegel, Terrakotta-Töpfe und Materialien zum Schutz und zur Befestigung der Konstruktion.

Wo sollte ein Insektenhotel aufgestellt werden?

Der Standort für ein Insektenhotel sollte witterungsgeschützt und gleichzeitig vollsonnig sein. Die Insekten benötigen Wärme für die Brut, sind aber empfindlich gegenüber Wind und Regen. Daher sollte die Einflugschneise auch auf der wetterabgewandten Seite liegen. Außerdem sollten in der Nähe des Insektenhotels Blütenpflanzen, Kräuter, Bäume und Sträucher zu finden sein, um den Insekten ein reichhaltiges Nahrungsangebot zu sichern. Wer dies beachtet kann vielen nützlichen Insekten im eigenen Garten ein schönes Zuhause bieten.

Jun 17 2012

Hobbyimkerei – ein Trend setzt sich durch

Umweltenergieblog.de | Kategorie: Aktuelles, Tiere | 0 Kommentare

Schönes Hobby mit süßem Erfolg

In Zeiten von Pestizid- und Keimbelastungen in Lebensmitteln geht der Trend hin zur Selbstversorgung. So haben bereits viele Menschen das Imkern für sich entdeckt. Die meisten Interessierten starten als Hobby-Imker. Es wird davon ausgegangen, dass rund 80% der Bienenvölker von Hobby-Imkern beherbergt werden.

Wie hoch ist der Zeitaufwand für den Hobby-Imker?

Somit haben die Hobby-Imker mittlerweile eine bedeutende Stellung in der Imkerei eingenommen. Das Imkern ist lange nicht so aufwendig wie wahrscheinlich von den meisten angenommen wird. Eine Grundvoraussetzung für die Imkerei ist Ruhe. Jede schnelle, unruhige Bewegung muss bei der Arbeit mit den Bienen vermieden werden. Außerdem sollte einem körperliche Arbeit und die Arbeit in der Natur, egal bei welchem Wetter, nichts ausmachen.

Wie hoch sind die Kosten für den Hobby-Imker?

Die Kosten sind überschaubar und auch der Zeitaufwand hält sich in Grenzen. Ein- bis zweimal pro Woche sollten die Bienenvölker kontrolliert werden. Für den Anfang benötigen  Hobby-Imker zwei bis drei Völker, Unterkünfte für die Völker, sogenannte Beuten und Schutzkleidung. Eine Honigschleuder wird meistens im zweiten bis dritten Jahr angeschafft, denn oft  kann auf Technik und Erfahrung von älteren Imkern oder einem Imker-Verein zurückgegriffen werden.

Wo findet man den besten Standort für eine Bienenbeute?

Die Bienenvölker können zusammen mit ihren Waben bei einem Imker gekauft werden. Als Standort für die eigenen Bienenvölker eignet sich beispielsweise der eigene Garten. Der Garten muss nicht sehr groß sein. Es sollte jedoch gewährleistet sein, dass die Bienen um das Flugloch herum ungestört ein- und ausfliegen können. Außerdem sollten die Bienenvölker vor praller Sonne und Zugluft geschützt sein.

Sind Bienenvölker in der Großstadt möglich?

Auch in Großstädten wird bereits geimkert. In Städten wie Berlin, New York oder Zürich fliegen Bienen auf Hausdächern umher. Das Nahrungsangebot ist für die Bienen in der Stadt sogar größer als auf dem Land. Wer die Imkerei zum Beruf machen möchte kann eine Ausbildung zum Imker absolvieren. Nachwuchs wird laufend gesucht.

Jun 14 2012

Was ist ein Biotop?

Umweltenergieblog.de | Kategorie: Aktuelles, Lebensräume | 0 Kommentare

Wo findet man Biotope?

Ein Biotop ist ein bestimmter Lebensraum der in einem Gebiet vorkommenden Pflanzen- und Tierarten. Als Biotope werden sowohl natürlich entstandene Landschaftsteile wie Flüsse, Seen, Nadel- oder Mischwälder, als auch vom Menschen erschaffene Landschaftsteile wie Weideflächen, Ackerflächen oder auch ländliche und städtische Siedlungsräume bezeichnet. Ebenso können Wüsten und Wattlandschaften als Biotop bezeichnet werden. Biotope können eine sehr kleine Fläche bis hin zu einer sehr Großen Fläche einnehmen. So kann bereits ein absterbender Baum, der Insekten als Lebensraum dient, als Biotop bezeichnet werden.

Biotop das Ökosystem

Ein Biotop und die darin lebenden Pflanzen und Tiere und deren Interaktionen werden als Ökosystem bezeichnet. Menschliche Einflüsse wie Straßen, landwirtschaftliche Monokulturen und Siedlungsräume stören viele Biotope empfindlich. Gerade am Boden lebende oder scheue Tierarten benötigen große Zusammenhängende Lebensräume.

Weniger Biotope – weniger Tierarten

Durch den Verlust an Biotopfläche sterben unempfindlichere Arten wie Spinnen, Insekten oder anderen Kleinstlebewesen. Die verbleibenden Biotope werden in ihrer Qualität gemindert und schlechter erreichbar, wodurch empfindlichere und mobilere Arten wie Seeadler, Luchs und Wolf gefährdet werden oder sogar aussterben.

Biotopschutz ist Naturschutz

Selbst intensive Bemühungen zur Wiederbesiedlung von Biotopen funktionieren häufig nicht. Der Biotopschutz ist innerhalb des Naturschutzes angesiedelt und hat sich zum Ziel gesetzt gefährdete Tier- und Pflanzenarten durch den Erhalt ihrer Lebensräume zu schützen. Dazu werden in aller Regel Schutzgebiete ausgewiesen.

Biotop im Garten

Sogar im eigenen Garten kann für viele Arten ein Biotop angelegt werden. Ein schön gestalteter Gartenteich kann vielen Wasserpflanzen, Amphibien und Insekten als Lebensraum dienen. Das Aufhängen von Nistkästen kann einen Beitrag zur Förderung von Singvögeln leisten. Ebenso kann der Erhalt eines abgestorbenen Baumes dem Schutz der Totholzfauna dienen.

Jun 12 2012

Was kann man von Bio-Produkten 2012 halten?

Umweltenergieblog.de | Kategorie: Aktuelles, Bio | 0 Kommentare

Bio vom Hoflanden in den Discounter

Bio-Produkte haben in den letzten Jahren einen regelrechten Boom erlebt. Der Verkauf von Bio-Produkten findet schon lange nicht mehr nur in Reformhäusern und Biosupermärkten statt. In fast jedem Discounter ist mittlerweile eine große Auswahl an Bio-Lebensmitteln zu finden.

Bio-Trend nicht nur bei Lebensmitteln

Der Trend zum Bio beschränkt sich jedoch nicht nur auf Lebensmittel. Auch große Textil-Unternehmen versuchen durch Bio-Kleidung Kunden zu gewinnen. Doch die Kritik an Bio-Produkten wird immer größer. Schließlich müssen die vielen Produkte irgendwo angebaut oder produziert werden. Die steigende Nachfrage nach Bio-Produkten kann nicht durch heimische Bio-Produkte gedeckt werden.

Bio kommt nicht mehr vom Bauern nebenan

Die wenigsten Bio-Produkte, die in Deutschland angeboten werden, stammen noch vom Bauern nebenan. Obst und Gemüse, aber auch Kaffee, Tee und Kakao kommen überwiegend aus anderen Ländern. Besonders die Nachfrage nach Biofleisch ist in den letzten Jahren gestiegen. Das gleiche trifft auch für Bio-Eier und Bio-Milch zu. Kritische Berichte zur Massentierhaltung scheinen bei vielen Konsumenten ein Umdenken bewirkt zu haben. Artgerechte Tierhaltung ist einer der Hauptgründe für den Kauf von Bio-Lebensmitteln. Jedoch kann auch der wachsende Bedarf nach Bio-Fleisch nicht mehr durch deutsche Produkte gedeckt werden.

China wird ein Hauptakteure im Bio-Bereich

Besonders China entwickelt sich zu einem der Hauptakteure auf dem Markt für Bio-Lebensmittel. Aber auch Staaten in denen ein sehr warmes, trockenes Klima herrscht wie Indien und sogar Saudi-Arabien haben den Bio-Markt für sich entdeckt. Das dies starke Bewässerungsmaßnahmen und damit Grundwasserknappheit mit sich bringt liegt auf der Hand. Ein weiteres Problem ist, dass Bio-Produkte aus dem Ausland häufig nicht so hohen Standards, wie in Deutschland unterliegen. Bio ist nicht gleich Bio und manchmal ist wo Bio draufsteht gar kein Bio drin.

IFOAM Basic Standards für Bio-Produkte

Damit Bio-Produkte aus aller Welt besser beurteilt werden können, wurden die IFOAM Basic Standards entwickelt. Diese Standards regeln insbesondere die Produktion von Bio-Produkten von Kleinbetrieben in Entwicklungsländern. Produkte sind nicht automatisch besser, nur weil Bio draufsteht. Meistens sind sie vor allem teurer als konventionelle Produkte. Ob Bio oder nicht, muss schlussendlich jeder für sich selbst entscheiden.

Jun 08 2012

Sind Klimadiagramme eine Zukunftsprognose?

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Was sind Klimadiagramme?

Klimadiagramme stellen klimatische Verhältnisse für einen bestimmten Ort für die einzelnen Monate dar. Ein Klimadiagramm dient der schnellen Einschätzung der Witterungsverhältnisse an einem Ort auf der Erde. Es können hierbei Trockenzeiten, Vegetation und Lage zu den Witterungsverhältnissen in Bezug gestellt werden.

Arten von Klimadiagrammen

Es gibt verschiedene Arten von Klimadiagrammen. Das am häufigsten verwendete Klimadiagramm ist das hygrothermische Klimadiagramm nach Walter/ Lieth. Hierbei werden Messwerte für den Niederschlag und die Temperatur berücksichtigt. Es wird davon ausgegangen, dass zwischen Verdunstung und Lufttemperatur eine Abhängigkeit besteht. Die Niederschläge werden als blaue Säulen oder als eine blaue Kurve dargestellt, die Temperatur als eine rote Kurve. Die Temperaturkurve gibt die gemittelten Monatstemperaturen an, die Niederschläge werden als die Summe der Niederschläge pro Monat angegeben.

Was sind Humidität und Aridität?

Von Humidität wird gesprochen, wenn die Niederschlagskurve im Klimadiagramm über der Temperaturkurve verläuft. Verläuft die Niederschlagskurve dagegen unter der Temperaturkurve, wird von Aridität gesprochen. Die Trockengrenze, also die Grenze zwischen ariden und humiden Verhältnissen liegt bei Niederschlag [mm/m2] = 2 * Temperatur [°C]. Damit der Unterschied zwischen ariden und humiden Monaten im Klimadiagramm auf einen Blick zu erkennen ist, stehen die Achsenverhältnisse im Maßstab 1:2. Diese Art des Klimadiagramms kann aber immer nur eine Näherung an die tatsächlichen Verhältnisse des Wasserhaushalts darstellen. Neben dem hygrothermischen Klimadiagramm gibt es noch das Thermoisoplethendiagramm. Hier werden keine Niederschläge dargestellt. Jedoch wird beim Thermoisoplethendiagramm nicht nur der Jahresverlauf, sondern auch der Verlauf der Tagestemperatur dargestellt.

Klimadiagramme eine Zukunftsprognose

Klimadiagramme können in Zeiten des Klimawandels eine Rolle spielen. Vergleicht man Klimadiagramme der letzten Jahrzehnte mit heutigen Diagrammen, sind Veränderungen in den Mittelwerten bereits heute deutlich zu erkennen. Dieser Trend wird sich in der Zukunft wohl weiter fortsetzten. Somit können Klimadiagramme auch eine Zukunftsprognose darstellen.

Jun 05 2012

Gedanken zum Klimawandel

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Ursachen für den Klimawandel

Änderungen des Klimas hat es schon immer gegeben, allerdings erwärmt sich die Erde seit dem Beginn des Industriezeitalters wesentlich stärker als vorher. Als Ursache für den Klimawandel gilt der Treibhauseffekt. Er entsteht dadurch, dass sich in der Atmosphäre Treibhausgase befinden. Diese Gase verhindern teilweise die Reflexion der auf die Erde eingestrahlten Wärme. Je höher die Konzentration der Treibhausgase in der Atmosphäre ist, desto mehr steigt die Temperatur auf der Erde. Ein natürlicher Treibhauseffekt war schon immer vorhanden und ist auch die Voraussetzung dafür, dass auf der Erde überhaupt Leben existieren kann. Ohne diesen Effekt wäre es viel zu kalt.

Drastische Klimaveränderungen

Seit Beginn des Industriezeitalters verstärkt sich die Konzentration der Treibhausgase in der Atmosphäre. Dadurch steigt die Temperatur auf der Erde deutlich schneller an. Menschen sind verstärkt von Hitzewellen, Dürren und Überschwemmungen betroffen, was zu Hungerkatastrophen führt. In den Polargebieten schmilzt das Eis, Gletscher schmelzen und der Meeresspiegel steigt an. Durch diese Klimaveränderungen verlieren auch viele Tiere und Pflanzen ihren Lebensraum.

Es gibt viele Ursachen für den Klimawandel

Die Ursachen für die verstärkten Emissionen von Treibgas liegen in der modernen Lebensweise. Ein wichtiger Faktor dabei ist die Verbrennung von Kohle, Gas und Öl. Durch die Vernichtung großer Waldgebiete gehen natürliche Kohlendioxidspeicher verloren. Aber auch die Massentierhaltung, speziell die Rinderhaltung, trägt zu verstärkten Methanemissionen bei.

Energieeffizienter Umgang mit Umweltenergie

In Zukunft müssen bei der Energieversorgung verstärkt erneuerbare Energien eine Rolle spielen. Aber auch die Nutzung von Energiesparmöglichkeiten im Alltag ist sehr wichtig. Dazu gehören beispielsweise der Einsatz energieeffizienter Geräte und Heizsysteme, die Dämmung von Gebäuden, die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel und die Einschränkung des Flugverkehrs.

Jun 03 2012

Bienensterben

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Das Sterben ganzer Bienenvölker 2011

Imker beklagen seit einigen Jahren das Sterben ganzer Bienenvölker. Ursprünglich trat dieses Phänomen in den USA auf, mittlerweile ist es auch in Europa, Asien und in Teilen Afrikas zum Problem geworden. Es gibt mehrere Faktoren, in deren Zusammenwirken Experten die Ursache für das Bienensterben sehen. Denn nicht nur Milben, Pilze oder parasitäre Fliegen sind dafür verantwortlich.

Pestizide schädigen das Nervensystem der Bienen

Als eine klare Ursache für das Bienensterben sehen viele Experten den Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft. Einige Pestizide schädigen das Nervensystem der Bienen, sodass sie ihren Orientierungssinn verlieren. Grundsätzlich schwächen Pestizide die Bienenvölker, die dadurch auch anfälliger gegen Parasiten werden. Wissenschaftliche Untersuchungen bestätigten diese Vermutung. Das Pestizid Clothianidin verursachte 2008 in Deutschland ein großes Bienensterben. Obwohl das Mittel daraufhin verboten wurde, gibt es seither trotzdem immer wieder Ausnahmegenehmigungen. Einige Pestizid-Hersteller zweifeln öffentlich die Ergebnisse wissenschaftliche Untersuchungen an, welche die schädlichen Auswirkungen der Pestizide auf die Bienenvölker bestätigen.

Schrumpfende Artenvielfalt

Ein weiterer Grund für das Bienensterben ist die schrumpfende Artenvielfalt in der Pflanzenwelt. Die industriell betriebene Landwirtschaft mit ihren großen Flächen ohne Hecken und Brachflächen schränkt das Nahrungsangebot für die Bienen ein, da zeitweise zu wenige Blühpflanzen zur Verfügung stehen. Beispielsweise ist zur Zeit der Rapsblüte das Nahrungsangebot für Bienen riesig. Danach herrscht in einigen Regionen Mangel.

Sterben die Bienen – sterben die Menschen

Bienen gehören zu den wichtigsten Nutztieren, aber nicht nur wegen der Honigproduktion. Das größte Problem des Bienensterbens besteht darin, dass viele Obstbäume und andere Nutzpflanzen nicht ausreichend bestäubt werden und dadurch keinen Fruchtansatz ausbilden können. Nutzpflanzen werden hauptsächlich von Bienen bestäubt. Daher führt das Bienensterben zu Ernteausfällen in der Landwirtschaft.

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